Institut für Raumplanung
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2020-12-04 [ ]

Weltbodentag – ein Appell für den Schutz einer wertvollen Ressource

Bodenverbrauch und Bodenversiegelung zählen laut dem Umweltbundesamt zu den europaweit größten umweltpolitischen Herausforderungen. Ausgehend von einer Lehrveranstaltung des Instituts für Raumplanung hat sich eine Gruppe formiert, die sich unter anderem für mehr Bodenschutz einsetzt: Build For Future.

Der 5. Dezember ist Weltbodentag (World Soil Day). Er wurde ins Leben gerufen, um den Boden als unverzichtbare Komponente der Ernährungssicherheit, zur Wasserreinhaltung sowie zur Abschwächung des Verlustes der biologischen Vielfalt und des Klimawandels ins Bewusstsein zu rufen. 

In Österreich ist die Flächeninanspruchnahme trotz der knappen Verfügbarkeit – nur 32.600 km² von 83.900 km² der Fläche stehen für Wohnen, Verkehr und Landwirtschaft zur Verfügung – enorm. 2019 betrug sie rund 48 km², fast die Hälfte davon wurde versiegelt. Eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht. Dies hat Build For Future zum Anlass genommen, um am 30.09.2020 eine Aktion am Wiener Stephansdom zu veranstalten, bei der eine Eindämmung des Bodenverbrauchs gefordert wurde.

 

Eine wichtige Forderung von Build For Future ist es, die Instrumente der Raumplanung auf ihre Klimawirksamkeit zu überprüfen. Damit kann ihre positive Wirkmacht – auch hinsichtlich des Flächenverbrauchs  – in Zukunft noch deutlich erhöht werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich auch eine Lehrveranstaltung am Institut für Raumplanung. Im Rahmen der Übung werden verschiedene Plandokumente und Programme daraufhin analysiert, inwiefern sie auf die notwendigen Anpassungsstrategien der Klimakrise ausgerichtet sind.

Bei der Protestaktion wurden neben dem “climate proofing” raumplanerischer Instrumente weitere Kernforderungen vorgebracht. Es braucht die Umsetzung dieser Forderungen, um den Bodenverbrauch in Österreich zu minimieren und  dringend notwendige Schritte im Kampf gegen die Klimakrise zu setzen:

  • - Platzsparende Mobilität
  • - Flächensparende Siedlungsentwicklung
  • - Qualitatives statt quantitatives Management von Gewerbeflächen
  • - Ökologisch verträglicher Tourismus
  • - Verteilung von Fördermitteln an Auflagen zur Flächeneinsparung knüpfen

Die gesammelten Forderungen der Protestaktion und Informationen über weitere Aktivitäten findet man im Internet unter:
https://fridaysforfuture.at/allianzen/build-for-future und auf 
Instagram, Facebook und Twitter

Für Anregungen und Fragen stehen wir auch per Mail zur Verfügung:
buildforfutureat@gmail.com